Astaxanthin - das unbekannte, hochwirksame Antioxidants.

Astaxanthin nicht nur in der Arthrosetherapie - ganzheitliche Wirkung?

Astaxanthin (allg.)

Astaxanthin gehört zur Gruppe der Carotinoide. Es ist ein rotes Farbpigment, das in der Natur weitverbreitet ist. Astaxanthin wird von Mikroalgen (z. B. von der Blutalge Haematococcus pluvialis) oder pflanzlichem Plankton gebildet. Astaxanthin ist für die rötliche bis rosa Farbe bei Meerestieren, z. B. von Krabben, von Lachs und Lobster, oder auch bei Flamingos mitverantwortlich.

Funktionen

Antimikrobielle Wirkung:

Astaxanthin zeigt eine antimikrobielle Wirkung gegen das Bakterium Helicobacter pylori, das an der Entstehung von Magengeschwüren mitbeteiligt ist.

Antioxidative und lichtabsorbierende Wirkung:

Aufgrund seiner besonderen chemischen Struktur besitzt Astaxanthin – auch im Vergleich mit anderen Carotinoiden und Antioxidanzien (wie z. B. Vitamin E) – besonders kräftige antioxidative und lichtabsorbierende Eigenschaften. Im Unterschied zu vielen anderen Antioxidanzien wird oxidiertes, verbrauchtes Astaxanthin nicht selbst zum freien Radikal. Es ist in der Lage, die sogenannte Lipidperoxidation zu hemmen.
 

Entzündungshemmende Wirkung:

Astaxanthin scheint Entzündungen auf verschiedenen Ebenen beeinflussen zu können. Nachgewiesen wurde eine Hemmung des nitrosativen Stresses (NO-Synthase), des entzündungsfördernden Enzyms Cyclooxygenase-2 (COX-2) sowie weiterer wichtiger Verbindungen innerhalb von Entzündungsprozessen wie CRP (C-reaktives Protein), TNF-a und Interleukin-6 (IL-6).

Neuroprotektive Wirkung, Kognition:

Astaxanthin durchdringt die Blut-HirnSchranke und hat in experimentellen Modellen neuroprotektive Wirkungen (antioxidativ, antiinflammatorisch, antiapoptotisch) bei Verletzungen und neurodegenerativen Störungen gezeigt.

In der Prävention (z. B. Sonnenschutz von innen) und bei Sportlern wird Astaxanthin meist in Dosierungen von 4–8 mg/Tag empfohlen. Für therapeutische Anwendungen (Entzündungen, Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sollten 4– 12 mg, bei männlichen Fertilitätsstörungen 16 mg Astaxanthin/Tag genommen werden. Es ist übrigens möglich, Astaxanthin synthetisch herzustellen. Die strukturchemischen Eigenschaften, die antioxidative Kapazität sowie die Wirkungen und die Sicherheit von synthetischem Astaxanthin scheinen mit denjenigen der natürlichen Form (z. B. in der Blutalge Haematococcus pluvialis) jedoch nicht identisch zu sein.

Entzündungen, Arthritis:

Astaxanthin kann begleitend bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und anderen Entzündungen (senkt CRP) versucht werden. Wirkungen sind in der Regel nach wenigen Wochen zu erwarten. Astaxanthin kann auch zur Vorbeugung gegen die sogenannte »silent Inflammation«, das sind Entzündungsprozesse, die »ruhig« und schleichend im Hintergrund ablaufen (z. B. in den Blutgefäßen bei Arteriosklerose, bei Demenzen usw.), eingesetzt werden.
 

Fertilitätsstörungen, männliche:

In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie bei Männern mit Infertilität resultierte bei Einnahme von 16 mg Astaxanthin/Tag eine erstaunlich hohe Schwangerschaftsrate von über 50 %.
 

Fettstoffwechsel, Antioxydanzien:

Astaxanthin senkt die LDL-Oxidation.
 

Hautqualität, Sonnenschutz von innen, Lichtschutz:

Tägliche Dosierungen im Bereich von 4–8 mg vermögen die schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung auf die Haut zu reduzieren. Dazu sollte Astaxanthin idealerweise wenigstens 4–6 Wochen vor einer Sonnenexposition genommen werden, damit es sich in einer ausreichenden Konzentration in den oberen Hautschichten anreichern kann. Astaxanthin scheint auch die Hautelastizität und den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu verbessern. Zudem besitzt Astaxanthin als Antioxydanzien schützende Wirkungen gegen lichtinduzierte Schäden der Netzhaut des Auges.
 

Sport:

In kleineren Studien bewirkte eine Zufuhr von täglich 4 mg Astaxanthin eine verbesserte Leistungsfähigkeit bei Radfahrern und Läufern. Astaxanthin scheint auch die Laktat-Serumspiegel und die Gelenkschmerzen (z. B. Tennisellbogen) nach einem Training oder Wettkampf zu reduzieren.

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